Herzlich willkommen beim
Stamm Mechthild von Lona
Der VCP hat Ende 2009 eine Neuordnung des Stufenkonzeptes beschlossen. Die darin enthaltenen Änderungen sind in diesem Text noch nicht erfasst.
Die Gruppenarbeit nicht nur im VCP gliedert sich in diverse Stufen, deren Konzepte an die jeweilige Altersstufe angepasst sind. Symbolisiert werden sie teilweise durch unterschiedliche Halstücher. Da die entsprechende Stufe sich auch an dem jeweiligen Entwicklungsstand der Gruppe und des Einzelnen orientiert, ist es schwer, ein Standardalter für den Stufenwechsel anzugeben. Die hier genannten Altersstufen sind also nur ungefähre Anhaltswerte.
Einige Verbände setzen andere Altersstufen oder gebrauchen unterschiedliche Begrifflichkeiten für einzelne Stufen. So werden zum Beispiel in manchen Organisationen die Kinder, die noch nicht Wölfling sind, als Wichtel bezeichnet (was sich innerhalb des VCP höchstens regional in südlicherern Gefilden durchgesetzt hat), wogegen manche Bünde die gesamte Wölflingsstufe so bezeichnen. Manchmal wird auch z.B. noch eine "Knappen"-Stufe oder "Späher"-Stufe mit entsprechenden Proben und Prüfungen als Anschluss an die Pfadfinderstufe angefügt (CPD und andere), die sich teilweise, aber nicht ganz mit der Ranger/Rover-Stufe deckt.
Desweiteren kennen manche Organisationen ausgefeilte Systeme von Prüfungen, sogenannten "Proben", zum Aufstieg in die nächsthöhere Stufe. Im VCP ist das Probensystem nicht üblich, die Entscheidung zum Stufenwechseln wird nach Alter und Entwicklungsstand vom Gruppenleiter gefällt.
Meist beginnt eine Gruppe recht früh. Mit Gruppen im Alter von 6-8 Jahren ist unser Stamm eher eine Ausnahme nach unten. In den meisten Gruppierungen beginnt die Arbeit mit etwa 9 Jahren oder später.
Mit Spielen, Basteln und Singen lernen die Kinder, als Gruppe miteinander zu arbeiten und Spaß zu haben.
Nach einiger Zeit, meist ein bis zwei Jahren, ist die Gruppe, die sich nun Meute nennt, gefestigt. Die Kinder lernen, aufeinander einzugehen. Die Gruppe überlegt sich Gruppenregeln und eigene Traditionen. Nun ist die Zeit für einen Stufenwechsel: Abgelegt wird ein Wölflingsversprechen, das gegenüber der Gruppe abgelegt wird. Bei uns im Stamm lautet die gängigste Version:
Ich will ein Wölfling sein, unsere Wölflingsregeln beachten und in der Meute mitarbeiten.
Äußeres Zeichen dieser Stufe ist das rote Halstuch. Nach wie vor wird in erster Linie spaßorientiert gearbeitet, doch auch der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe bekommt hier einen hohen Stellenwert. Auch werden die Kinder langsam auf die spätere Pfadfinderstufe vorbereitet. Für die Wölflingsstufe existieren etliche Spielideen und Konzepte. Der Name "Wölfling" stammt aus der Indianischen Tradition: manche Indianerstämme nannten ihre besten Scouts und Fährtenleser "Wolf". Ein Wölfling wäre demnach ein Spurenleser, der eben noch nicht "Wolf" ist, bzw. ein "Wolfsjunges".
Ursprünglichste Spielidee dieser noch vergleichsweise jungen Stufe war der Klassiker "Das Dschungelbuch" von Rudyard Kipling (1914), in dem der Menschenjunge Mowgli in einem Rudel Wölfe aufwächst.
Etwa im Alter von 11 - 12 Jahren ist eine neue Stufe erreicht, die die klassiche Altersstufe der Pfadfinderarbeit ist. Nicht nur um Gruppenzusammenhalt und Spiele geht es hier, sondern auch Inhalte rücken stärker ins Visier. Es geht auch um kritische Auseinandersetzung mit Sachverhalten, gesellschaftlicher Realität.
Methodisch steigt der Anteil klassischer "Pfadfindertechniken" wie Knoten, Orientierung, Zeltbau, Feuertechniken, aber auch inhaltliche Beschäftigung mit Themen in altersgemäßer Form.
Das zu Beginn dieser Stufe abgelegte Pfadfinderversprechen zeugt von der Bereitschaft zur aktiven auch inhaltlichen Mitarbeit und zur Bereitschaft, sich auch auf Dinge einzulassen. Auch verlangt es eine gewisse Selbstdisziplin nach Art des Pfadfindergesetzes sowie Sozialkompetenzen wie Team- und Kritikfähigkeit.
Trotz dieser inhaltlichen Aufladungen bestimmen immer noch Spiel und Spaß den Alltag. Äußeres Zeichen dieser Stufe ist das blaue Halstuch.
Die Stufe beginnt zumeist mit etwa 15-16 Jahren und endet flexibel, die Übergänge zur Erwachsenenarbeit können bei manchen Aktionen insbesondere auf überregionaler Ebene fließend sein.
Die Stufe zeichnet sich vor allem durch eine gesteigerte Selbstständigkeit aus: Die Gruppe bzw. Runde organisiert sich im Großen und Ganzen selbst und setzt sich aktiv mit ihrer Umgebung auseinander. Die Anwesenheit eines Gruppenleiters ist in dieser Phase nicht mehr zwingend erforderlich, zumal die Mitglieder dieser Stufe meist schon selbst Verantwortung in Stamm und Gruppe übernehmen oder beginnen, neue Gruppen zu leiten (einzelne Verbände wie z.B. weite Teile der DPSG lehnen hingegen die Übernahme von Verantworung in dieser Stufe ab und setzen auf eigene inhaltliche Konzepte der Selbstfindung in dieser Phase).
Aufgrund der eigenständigen Planung ist es schwer, eine Festlegung von Inhalten oder Methoden darzustellen. Es existieren durchaus Konzepte für die Pfadfinderarbeit dieser Stufe, im allgemeinen dürfte jedoch eher frei gearbeitet werden. Durch den durch Erfahrung gewachsenen Horizont und die entsprechend zahlreicherern Kontakte findet ein nicht unwesentlicher Teil verbandsinterner Ranger/Rover-Arbeit auf überregionaler Ebene statt (R/R-Seminare, "Elefantentreffen", R/R-Teillager auf Großaktionen).
Ein durchgehendes Konzept der Erwachsenenarbeit im VCP existiert nicht im eigentlichen Sinne. Die meisten erwachsenen Mitglieder arbeiten auf Stammes- oder überregionaler Ebene leitend oder unterstützend mit oder schließen sich, wenn jünger, Ranger-Rover-Aktionen an. Schulungen wie das Woodbadge-Training richten sich insbesondere an Erwachsene. Vereinzelt gibt es Erwachsenenrunden, die sich regelmäßig treffen und eigene Projekte verfolgen, in den meisten Gruppen ist dies aber nicht die Regel.

Eine christlich geprägte Form der Erwachsenenarbeit ist die Kreuzpfadfinderarbeit. Anders als z.B. in der CPD ist die Kreuzpfadfinderarbeit im VCP keine allgemeine Stufe für erwachsene Pfadfinder, die in die Stammesarbeit integriert ist. Vielmehr geht es um eine durch ein eigenes Versprechen ausgedrückte christliche Geisteshaltung. Äußeres Zeichen dieses Versprechens ist das Pfadfinderkreuz.
Es existieren Kreuzpfadfinderrunden, die, da Kreuzpfadfinderarbeit in vielen christlich geprägten Verbänden vorkommt, oft überbündisch zusammenkommen und sich auf regionaler oder überregionaler Ebene treffen.
Da die Kreuzpfadfinderei noch auf die Anfänge evangelischer Pfadfinderei zurückgeht, ist sie vielen Verbänden gemeinsam. Als organisierte Struktur gibt es die überbündige Dienstgemeinschaft der Kreuzpfadfinder. Diese ist auch Träger von überregionalen Veranstaltungen wie dem jährlichen Ostertreffen.