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Stamm Mechthild von Lona
Ein Kernbereich der pfadfinderischen Methode ist das Pfadfindergesetz, manchmal auch weniger streng als Pfadfinderregeln bezeichnet. Es dient als Leitlinie und Orientierung, nach der der Pfadfinder im Sinne einer Art Selbsterziehung seine Lebensgestaltung absteckt, und ist Bestandteil des Pfadfinderversprechens.
Der originale Text des Pfadfinderversprechens stammt von Lord Baden-Powell. Da er aus dem kolonialen England des frühen 20. Jahrhunderts stammt, wirken natürlich einzelne Passagen etwas antiquiert. Dennoch ist das darin postulierte Leitbild von Höflichkeit, Nützlichkeit und Selbstdisziplin nach wie vor aktuell.
Auf die Ehre eines Pfadfinders ist Verlass.
Ein Pfadfinder ist treu gegenüber dem (britischen) König und dessen Beamten, seinen Eltern, seinem Land, seinen Vorgesetzten und denen, die unter seinem Befehl stehen.
Die Pflicht eines Pfadfinders ist es, nützlich zu sein und anderen zu helfen.
Ein Pfadfinder ist ein Freund zu allen und ein Bruder eines jeden Pfadfinders, egal zu welcher gesellschaftlichen Klasse der Andere gehört.
Ein Pfadfinder ist höflich.
Ein Pfadfinder ist Freund zu allen Tieren.
Ein Pfadfinder befolgt die Anweisungen seiner Eltern, seines Kornetts oder Pfadfinderleiters ohne Frage.
Ein Pfadfinder l�chelt und pfeift in allen Schwierigkeiten.
Ein Pfadfinder ist sparsam.
Ein Pfadfinder ist rein in Gedanken, Worten und Taten.
Auf diesem Gesetz aufbauend haben die meisten Pfadfinderorganisationen eigene Regeln oder Regelkonzepte erstellt. Im Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder gibt es kein im engen Sinne streng ausformuliertes Gesetz, sondern der genaue Wortlaut ist in das Ermessen der jeweiligen Gruppe oder Gruppierung gestellt. Als Beispiel können folgende Grundregeln aus der Bundesordnung des VCP dienen: